Individuelle Beratung, konkrete Hilfe

Das Ende Ihres Aufenthalts im Paulinenkrankenhauses markiert den Beginn Ihrer Rehabilitation. Um den Übergang reibungslos zu gestalten und die wichtigsten Fragen vorab zu klären, steht Ihnen unser Sozialdienst mit Rat und Tat zur Seite. In der Regel nehmen die Mitarbeiter am ersten oder zweiten Tag nach der Aufnahme bei uns Kontakt mit Ihnen, Ihren Angehörigen oder Ihrem Betreuer auf.

Unser Sozialdienst:

  • vermittelt ambulante und stationäre Rehabilitationsangebote
  • klärt allgemeine sozialrechtliche Fragen
  • leistet auf Anfrage Sozialberatung oder persönliche Beratung für Patienten und Angehörige
  • organisiert häusliche Krankenpflege, orthopädische Hilfsmittel, Heimunterbringung oder Suchtberatung
  • verschafft nötige Kontakte mit Ämtern und Behörden

So erreichen Sie den Sozialdienst:

Die Zimmer des Sozialdienstes befinden sich direkt neben der Aufnahme im Foyer. Sollte keine Sozialarbeiterin persönlich erreichbar sein, können Sie eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen. Auch unsere Ärzte, Pflegekräfte und Mitarbeiter am Empfang leiten Ihren Kontaktwunsch gerne weiter.

Zimmer 105

Fon: +49 (0)30 30008-122
Fax: +49 (0)30 30008-459

Zimmer 104

Fon: +49 (0)30 30008-134 oder +49 (0)30 30008-299
Fax: +49 (0)30 30008-458

Ablauf des Entlassmanagements im PKH

Das Entlassmanagement im PKH ist nach gesetzlichen Bestimmungen organisiert. Sie erhalten hierzu alle notwendigen Informationen. Außerdem benötigen wir Ihr schriftliches Einverständnis zur Durchführung des Entlassmanagements. Dieses wird bei Abschluss des Behandlungsvertrages erbeten. Ohne Ihr Einverständnis sind wir nicht berechtigt, notwendige Informationen zur Gewährleistung einer sicheren Weiterbehandlung auszutauschen.

Ihr Arzt wird mit Ihnen gemeinsam den geeigneten Entlassungstermin und das Entlassungsziel abstimmen.  Wenn Sie direkt in eine Rehabilitationseinrichtung, in eine stationäre Pflegeeinrichtung oder in ein anderes Krankenhaus verlegt werden, brauchen Sie sich um den Transport nicht zu kümmern. Es ist allerdings auch möglich, dass Sie nicht direkt in eine nachbetreuende Einrichtung verlegt werden, sondern zunächst nach Hause gehen.

Während Ihres Aufenthaltes werden wir frühzeitig den Bedarf an Arzneimitteln, Heil- und Hilfsmitteln und ggf. häuslicher Krankenpflege ermitteln und notwendige Verordnungen ausstellen. Bei Bedarf kann der Arzt zur Überbrückung auch ein Attest über Arbeitsunfähigkeit ausstellen. Bei Verordnungen gilt der Grundsatz der Erforderlichkeit. Das heißt: Verordnungen im Rahmen des Entlassmanagements von Krankenhäusern dürfen nur dann vorgenommen werden, wenn die Versorgung des Patienten im Anschluss an die Krankenhausbehandlung mit den im Einzelfall betreffenden verordnungsfähigen Leistungen nicht auf eine andere – wirtschaftlichere – Art und Weise sichergestellt werden kann. Davon ist beispielsweise dann auszugehen, wenn der Patient selbst in der Lage ist, im Anschluss an seine Entlassung aus der Krankenhausbehandlung rechtzeitig einen niedergelassenen Vertragsarzt aufzusuchen und sich von diesem die notwendigen Leistungen verordnen zu lassen.

Verordnungen (Arzneimittel, Heil- und Hilfsmittel, Häusliche Krankenpflege) und Bescheinigungen (Arbeitsunfähigkeit) dürfen im Rahmen des Entlassmanagements von Krankenhäusern bis zu 7 Kalendertagen ausgestellt werden. Rezepte werden daher entsprechend gesetzlicher Vorschrift für die Packungsgröße N1 ausgestellt.

Sie sind innerhalb von 3 Werktagen einzulösen, wobei der Entlassungstag als erster Tag zählt.  Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit oder wenn ein Rezept nicht unmittelbar im Anschluss an die Entlassung eingelöst werden kann, erfolgt ausnahmsweise auch eine Mitgabe benötigter Medikamente für den zu überbrückenden Zeitraum, maximal jedoch ein Wochenende bzw. den darauffolgenden Feiertag.

Zusammen mit dem Arztbrief wird Ihnen ein Medikationsplan ausgehändigt. Der Medikationsplan enthält eine Telefonnummer, unter der Sie anrufen können, falls nach der Entlassung auftretende Fragen zu klären sind.

Bei direkter Verlegung in eine AHB oder sonstige weiterbehandelnde Einrichtung wird dort Ihre Versorgung sichergestellt. Wir werden alle hierzu erforderlichen Informationen rechtzeitig übermitteln. Wir informieren Sie über den Kontakt zu einem ärztlichen Ansprechpartner, der Ihnen  nach der Entlassung bei offenen Fragen behilflich sein wird.

Weitere Informationen entnehmen Sie dem Flyer unseres kooperierenden Sozialdienstes.

Patienteninformation zum Entlassmanagement nach § 39 Abs. 1a SGB V

 

Worum geht es beim Entlassmanagement?

Nach Abschluss der Krankenhausbehandlung erfolgt die Entlassung der Patienten aus dem Krankenhaus. In bestimmten Fällen ist jedoch nach Abschluss der Krankenhausbehandlung noch weitere Unterstützung erforderlich, um das Behandlungsergebnis zu sichern. Eine entsprechende Anschlussversorgung kann beispielsweise eine medizinische oder pflegerische Versorgung umfassen, die ambulant oder in stationären Einrichtungen der Rehabilitation oder Pflege erfolgt. Aber auch z. B. Terminvereinbarungen mit Ärzten, Physiotherapeuten, Pflegediensten oder Selbsthilfegruppen sowie die Unterstützung bei der Beantragung von Leistungen bei der Kranken- oder Pflegekasse können von dieser Anschlussversorgung umfasst sein.

Das Krankenhaus ist gesetzlich dazu verpflichtet, die Entlassung der Patienten aus dem Krankenhaus vorzubereiten. Das Ziel des Entlassmanagements ist es, eine lückenlose Anschlussversorgung der Patienten zu organisieren. Dazu stellt das Krankenhaus fest, ob und welche medizinischen oder pflegerischen Maßnahmen im Anschluss an die  Krankenhausbehandlung erforderlich sind und leitet diese Maßnahmen bereits während des stationären Aufenthaltes ein. Ist es für die unmittelbare Anschlussversorgung nach dem Krankenhausaufenthalt erforderlich, können in erforderlichem Umfang Arzneimittel, Heil- und Hilfsmittel, Soziotherapie und Häusliche Krankenpflege verordnet oder die Arbeitsunfähigkeit festgestellt werden.

Die Patienten werden über alle Maßnahmen des Entlassmanagements durch das Krankenhaus informiert und beraten. Alle geplanten Maßnahmen werden mit ihnen abgestimmt. Wenn die Patienten es wünschen, werden ihre Angehörigen oder Bezugspersonen zu den Informationen und Beratungen hinzugezogen.

Warum bedarf es einer Einwilligungserklärung?   

Das Gesetz schreibt vor, dass für die Durchführung eines Entlassmanagements und die Unterstützung durch die Kranken- bzw. Pflegekasse hierbei die Einwilligung der Patienten in schriftlicher Form vorliegen muss.

Im Rahmen des Entlassmanagements kann es erforderlich werden, dass das Krankenhaus Kontakt z.B. zu Ärzten, Heilmittelerbringern (z.B. Physiotherapeuten oder Ergotherapeuten) oder Lieferanten von Hilfsmitteln und/oder zu der Kranken- oder Pflegekasse der Patienten aufnehmen muss. Dann kann es notwendig sein, die Patientendaten zu diesem Zweck an diese Beteiligten zu übermitteln. Dies setzt jedoch die schriftliche Einwilligung der Patienten voraus. Diese erfolgt mittels der im Behandlungsvertrag eingefügten Einwilligungserklärung, mit der die Patienten ihre Zustimmung zum Entlassmanagement und der damit verbundenen Datenübermittlung ebenso erklären können wie zur Unterstützung des Entlassmanagements durch die Kranken- bzw. Pflegekasse sowie der damit verbundenen Datenübermittlung.

Entlassmanagement durch Beauftragte außerhalb des Krankenhauses

Krankenhäuser können Aufgaben des Entlassmanagements an niedergelassene Ärzte bzw. Einrichtungen oder ermächtigte Ärzte bzw. Einrichtungen übertragen. Diese Möglichkeit hat der Gesetzgeber vorgesehen. Im Paulinenkrankenhaus ist das kooperierende Pflegewerk (Pflege Managed Care GmbH) mit verschiedenen Aufgaben im Entlassmanagement betraut. Die Patienten werden hierüber gesondert informiert und um die diesbezügliche Einwilligung gebeten.

Es soll kein Entlassmanagement in Anspruch genommen werden?

Wenn die Patienten kein Entlassmanagement wünschen und/oder die Kranken- bzw. Pflegekasse dabei nicht unterstützen soll, erteilen sie keine Einwilligung. Wird trotz bestehenden Bedarfs kein Entlassmanagement durchgeführt, kann dies dazu führen, dass Anschlussmaßnahmen möglicherweise nicht rechtzeitig eingeleitet werden oder beginnen. Bei Anträgen auf Leistungen der Kranken- bzw. Pflegekassen kann eine spätere Antragstellung zur Folge haben, dass der Leistungsanspruch erst zu einem späteren Zeitpunkt entsteht.

Die bereits erteilte Einwilligung soll widerrufen werden?

Haben die Patienten bereits in die Durchführung des Entlassmanagements schriftlich eingewilligt, möchten die Einwilligung jedoch zurücknehmen, können sie diese jederzeit schriftlich widerrufen.

  • Betrifft der Widerruf die Durchführung des Entlassmanagements insgesamt, erklären sie den vollständigen Widerruf gegenüber dem Krankenhaus.
  • Betrifft der Widerruf ausschließlich die Einwilligung in die Unterstützung des Entlassmanagements durch die Kranken- bzw. Pflegekasse, so erklären sie den Widerruf schriftlich gegenüber der Kranken- bzw. Pflegekasse und dem Krankenhaus.

Je nach Widerruf kann trotz bestehenden Bedarfs kein Entlassmanagement durchgeführt werden oder dieses nicht durch die Kranken- bzw. Pflegekasse unterstützt werden. Dies kann dazu führen, dass Anschlussmaßnahmen möglicherweise nicht rechtzeitig eingeleitet werden oder beginnen. Bei Anträgen auf Leistungen der Kranken- oder Pflegekassen kann eine spätere Antragstellung zur Folge haben, dass ein Leistungsanspruch erst zu einem späteren Zeitpunkt entsteht.

Bei Rückfragen zum Entlassmanagement geben das Krankenhaus oder die Kranken- bzw. Pflegekasse gern weitere Auskünfte.

Gut zu wissen:

Wir realisieren unseren Sozialdienst in Kooperation mit dem Pflegewerk Managed Care. Damit die sozialdienstliche Betreuung mühelos funktioniert, werden Sie oder Ihre Bevollmächtigten bei der Aufnahme gebeten, Ihr Einverständnis zur zweckgebundenen Datenübermittlung zu erteilen. Erfahren Sie mehr darüber im Kapitel Entlassungsplanung / Sozialdienst in unserer Patienteninformationsmappe.