Neue Wege in der Arzneimittelsicherheit

In der Gesundheitspolitik spielt die Vermeidung von Medikationsfehlern eine herausragende Rolle. Ein Beleg dafür ist der Aktionsplan zur Verbesserung der Sicherheit in der Arzneimitteltherapie (AMTS) des Bundesgesundheitsministeriums. Aus diesem Aktionsplan sind unter Mitwirkung des Aktionsbündnisses Patientensicherheit verschiedene Handlungsempfehlungen hervorgegangen, die das Paulinenkrankenhaus zielstrebig umsetzt.
Als wesentlicher Punkt wird die verbesserte Nutzung von elektronischen Hilfsmitteln und wissensbasierten Systemen gesehen.
Im Paulinenkrankenhaus erfolgt die Dokumentation der Verordnung und der Applikation von Arzneimitteln schon seit mehreren Jahren auf elektronischem Wege. Seit Kurzem steht für Ärzte und Pflegekräfte außerdem ein Arzneimittelportal zur Verfügung, das Fachinformationen über sämtliche in Deutschland verfügbaren Medikamente enthält. Die Art der Informationsaufbereitung für die Mitarbeiter in klinischen Fachberufen ist hier wesentlich anwenderorientierter als in der herkömmlichen Roten Liste. Im Paulinenkrankenhaus kann das Portal von allen Ärzten und Pflegekräften direkt übers Intranet angesteuert werden.
Die elektronische Anordnungs- und Vergabedokumentation ermöglicht uns außerdem die Beteiligung an einem besonderen Projekt. Hierbei werden sämtliche elektronisch verordneten Medikamente bezüglich ihrer Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln überprüft. Derzeit sind Informationen über 19000 Medikamenteninteraktionspaare verfügbar. Die Datenbank wird laufend aktualisiert. Individuelle Besonderheiten des Patienten (z.B. Alter, Gewicht, Parameter der Nierenfunktion) werden bei der Bewertung möglicher Interaktionsrisiken gewichtet und liefern dem Arzt somit wichtige Informationen bei der Wahl des Medikaments und der Dosierung.
Lesen Sie einen ausführlichen Beitrag unseres Ärztlichen Direktors PD Dr. Manfred Hummel in der Pauline News 1 / 2015, als Download verfügbar über diese Website.
 

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