Chronik

17.03.1903
Aus der kleinen Schwesternschaft "Henriettenhaus" wurde der Verein Paulinenhaus für Kranken- und Kinderpflege gegründet. Gründerin war Thusnelda Arndt, spätere Frau Fürer von Heimendorf. Der Name führt zurück auf die im Jahre 1829 verstorbene Fürstin Pauline zur Lippe, die als erste Fürstin eine Kinderbewahranstalt einrichtete und in dieser heranwachsende Waisen als Kinderpflegerinnen ausbilden ließ. Bei der Gründung am 17.03.1903 zählte der Verein 100 Mitglieder, die durch Spenden und Mitgliederbeiträge die Schwesternschaft wirtschaftlich unterstützten. Der Verein errichtete im gleichen Jahr in Berlin-Charlottenburg, Mommsenstraße, eine Kinderheilstätte, die später in die Ebereschenallee verlegt und 1907 aufgegeben wurde.
1904
Anschluß des Vereins an das Rote Kreuz.
1907
Nach Aufgabe der Kinderheilstätte in der Ebereschenallee beschloß der Vorstand des Vereins, ein Mutterhaus mit Krankenhaus zu bauen. Zu diesem Zweck wurde das Grundstück Eschenallee 28-30 aus Mitteln des Vereins erworben.
05.10.1911
Erster Spatenstich
1912
Übersiedlung der Schwestern von der Bleibtreustraße in das Mutter- und Krankenhaus.
25.11.1912
Einweihung des Hauses
23.01.1913
Eröffnung der Krankenanstalt
1914-1918
Verwendung des Paulinenhauses als Vereinslazarett unter Aufsicht der Heeresverwaltung.
1918
Abschluß eines Abkommens mit den Siemens-Firmen, nach welchem Angestellte der Siemens-Firmen und deren Angehörige unter besonderen Bedingungen im Krankenhaus aufgenommen werden.
1919
Staatliche Anerkennung der Krankenpflegeschule.
1921
Infolge der Inflation geriet der Verein Paulinenhaus für Kranken- und Kinderpflege vom Roten Kreuz in eine unaufhaltsame Verschuldung. Dem Interesse der Siemens-Firmen an der Krankenanstalt und der Schwesternschaft war es zu verdanken, dass der Verein vor dem Untergang bewahrt wurde. Um den völligen Zusammenbruch aufzuhalten, wurden zwei Vereine gebildet.
1. Der Verein Paulinenhaus-Schwesternschaft für Kranken- und Kinderpflege vom Roten Kreuz und
2. der Verein Paulinenhaus Krankenanstalt,
in dessen Vorstand die Siemens-Firmen durch ihre Direktoren vertreten waren. Zwischen beiden Vereinen wurde im gleichen Jahr ein Freundschaftsvertrag geschlossen, der noch heute besteht. Aus dem Vereinsvermögen der Schwesternschaft wurde ein dem Krankenhaus gegenüberliegendes Grundstück erworben.
1926
Die Siemens-Firmen schenken der Schwesternschaft die angrenzenden Grundstücke. Es war geplant, hier ein Muttehaus zu bauen. Dieser Plan wurde jedoch nicht verwirklicht.
1939
Kurz nach Ausbruch des zweiten Weltkrieges wurde das Mutterhaus in der Ebereschenallee gekauft.
1943
Errichtung einer Wohnbaracke für 34 Hilfsschwestern auf dem Grundstück Eschenallee 29. Diese vom Roten Kreuz vorbildlich eingerichtete Ausbildungsstätte wurde nach wenigen Monaten durch Bombenangriffe gänzlich vernichtet.
1945
Nach 1945 erfolgte der Wiederaufbau der Paulinenhaus Krankenanstalt zu seiner heutigen Gestalt.

Ansprüche jüdischer Vorbesitzer an die Schwesternschaft, die Eigentumsrechte an das Mutterhaus in der Ebereschenallee geltend machten, konnten durch ein Darlehen, das der Schwesternschaft von Siemens gewährt wurde, befriedigt werden.
Berlin im Dezember 1961, Günther (Verwaltungsleiter)
1951
Änderung des Vereinsnamens auf Wunsch des Zentralkomitees des Deuteschen Roten Kreuzes in “Paulinenhaus Krankenanstalt e.V.”
1951-1953
Satzungsänderung betr. der Vereinszwecke: bevorzugte Behandlung von Siemens-Angehörigen nicht mehr Satzungsbestandteil gem. Gemeinnützigkeitsverordnung vom 24.12.1953
Mitte 1960
Auflösung der geburtshilflichen und gynäkologischen Station
Mai 1982
Ausscheiden der Siemens AG als körperschaftliches Mitglied
1971-1982
Kampf um das Überleben des Krankenhauses, Versuche zur Wiederaufnahme in die Bettenbedarfsplanung des Landes Berlin, Bürgerinitiative (Frau Dr.Witt) für den Erhalt des Paulinenkrankenhauses (23.000 Unterschriften)
1977
Eröffnung einer interdisziplinären Intensivüberwachungseinheit
1986
Unbefristete (Wieder-) Aufnahme in den Krankenhausbedarfsplan des Landes Berlin mit 171 Betten
1995
Beschluß zur Verlagerung des Krankenhauses zum Standort Dickensweg 25-39 in Berlin-Charlottenburg nach Grundsanierung des dortigen Militärkrankenhauses
1998
Beginn der Umbaumassnahme für die neue Zielsetzung: Kardiologische Weiterbehandlung herzoperierter Patienten mit 150 Betten
2001
28.11.2001: Beginn der neuen Aufgabe in der Inneren Medizin am Dickensweg
2009
Aufstockung der Intensivbehandlungskapazität auf 21 Betten in zwei Stationen
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